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  • Britta Sperling

Psychologische Onlineberatung als Überbrückungsangebot

Aktualisiert: Apr 4


Momentan erleben wir, dass immer mehr niedergelassene PsychotherapeutInnen - sozusagen aus "gegebenem Anlass" (Corona-Krise) die Sitzungen mit ihren KlientInnen via Videosprechstunde im Onlinesetting durchführen. Das was sich für einige KollegInnen wie ein Sprung ins kalte Wasser anfühlt, ist für andere schon längst erprobtes und zusätzliches Arbeitsmodell.

Psychologische Beratungsangebote via Internet sind demnach nichts Neues, doch für viele Therapeuten und deren Patienten in diesen Tagen ungewohntes Terrain. Immer wieder steht die Frage im Raum, ob die therapeutische Beziehung (der relevanteste Wirkfaktor im psychotherapeutischen Geschehen) im virtuellen Raum denselben Mechanismen unterworfen ist, wie dem face to face Geschehen eines Analogen Gesprächs. Können detaillierte Prozesse in Mimik, Körpersprache und auch der gesamten Atmosphäre so einfach und problemlos "durchs Kabel fliessen"? DIe Antwort lautet: Jein.

Wir sollten uns bewusst machen, dass sich ein klassisches psychotherapeutisches Setting nicht ohne weiteres digitalisieren lässt. Eine Psychotherapie lebt und wird getrage durch die unmittelbare Interaktion. Die spürbaren Beziehungsaspekte, welche multiple Sinnesinformationen beinhalten, führen zu Gefühlen von Vertrauen, Sicherheit und einem geschützen Raum. Dies kann, wird und sollte ein Onlineangebot sicherlich nicht ersetzen. Wir müssen uns auf der anderen Seite aber auch anschauen, was ein Psychologisches Onlineangebot in der aktuellen Versorgungssituation ERGÄNZEND und / oder entlastend beitragen kann. Immer wieder wird berichtet, dass Wartezeiten auf einen ambulanten Therapieplatz zunehmend in ihrer Dauer ansteigen. Dies an sich ist schon unbefriedigend, da sich akute Belastungssituationen selten auf eine Wartebank setzen oder gemütlich noch einmal sechs Monate eine Runde im Park drehen, bis entsprechende psychologische Begleitung statt finden kann.

Ein Überbrückungsangebot zu schaffen, dass kurzfristig, flexibel und situativ bezogen eine Begleitung bis zum Therapiebeginn ermöglicht, ist über die Maßen sinnvoll. Dies beinhaltet vor allem entlastende Gespräche und Unterstützung im Auffinden geeigneter weiterer Maßnahmen. Man kann die Psychologische Onlineberatung als niederschwelliges Angebot in der psychologischen Grundversorgung verorten.

Sicherlich gibt es auch Klientengruppen, die per se von einer Ansprache via Internet profitieren. So muss der vertraute und sicherheitsspendende heimische Hafen nicht verlassen werden und stark Angst besetzte Themen oder Ängste generell hätten eine ambulante Versorgung vielleicht gar nicht erst erreicht...!

Es ist doch eigentlich wie immer: Neues ist erstmal fremd. Es ist ungewohnt und kann mit Skepsis betrachtet werden. Doch wird der Blickwinkel auf einen potentiellen Gewinn, eine Ergänzung zum Bisherigen gelenkt, wird schnell deutlich, dass psychologische und psychotherapeutische Themen und Dienstleistungen längst im virteullen Raum angekommen sind und dort sicherlich vielen Menschen helfen (können)...!


Bildquelle: Pixabay, vielen Dank für diesen Dienst

#Onlineberatung #Psychologie #Psychotherapie

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